LTE weltweit im Überblick

LTE ist in immer mehr Ländern auf der Welt verfügbar. Die GSA (Global mobile Suppliers Association) informiert regelmäßig über die Fortschritte beim 4G-Ausbau weltweit. Laut der letzten Statistik der GSA (Januar 2013) gibt es aktuell 145 kommerzielle LTE-Netze in 66 Ländern. Auch in vielen Entwicklungs- oder Schwellenländern weltweit gibt es mittlerweile 4G. Die Mobilfunktechnologie LTE gilt als eine kostengünstige Möglichkeit, um auch Menschen in entlegenen Regionen mit Breitband zu versorgen. So starte Mitte 2012 LTE in Namibia. Von den Hauptstadt aus begann man auch das Land mit LTE zu versorgen.

LTE-Versorgung weltweit
LTE-Versorgung weltweit, Bildquelle gsacom.com

Über die beste LTE-Abdeckung weltweit verfügen heute Nordamerika und in viele Länder in Asien. Laut den Zahlen vom Branchendienst 4G Americas gab es im August 2012 weltweit 43,7 Millionen 4G-Nutzer. Davon entfielen 51 Prozent auf die USA und Kanada. 45 Prozent der LTE-Surfer lebten im asiatisch-pazifischen Raum. In Europa leben damit vier Prozent der 4G-Nutzer weltweit. Keine Relevanz bei den 4G-Surfer auf der Welt spielen aktuell Südamerika und Afrika.

LTE in Europa – Schweden und Deutschland mit guten 4G-Netz

Im europäischen Vergleich verfügt Deutschland über eine sehr gute LTE-Abdeckung. Nur die skandinavischen Ländern sind noch besser mit 4G ausgebaut als Deutschland. Das beste LTE-Netz in Europa findet man aktuell in Schweden. Der Anbieter Telia Sonera bietet bereits seit Anfang 2010 LTE in Stockholm an, so gehörte man weltweit zu denn ersten LTE-Anbietern. Zu diesem Zeitpunkt waren in Deutschland die LTE-Frequenzen noch nicht einmal versteigert, wobei in der Bundesrepublik im Mai 2010 eine der frühesten LTE-Auktion in Europa stattfand.

Die noch ausstehenden Versteigerungen der LTE-Frequenzen bremsen zur Zeit in vielen europäischen Ländern den LTE-Ausbau. So wartet man in Großbritannien und Österreich noch auf die LTE-Auktionen, welche erst im Laufe des Jahres 2013 stattfinden sollen. In Frankreich fand die Versteigerung bereits statt, aber es fehlt noch an den Genehmigung für neue 4G-Sendemasten. Es sind in vielen Ländern in Europa vor allem bürokratische Hindernisse, welche den LTE-Ausbau bremsen.

LTE-Start in der Schweiz

Besser haben es da die Schweizer, wo der Marktführer Swisscom nach der LTE-Versteigerung im Frühjahr 2012 heute in 26 Städten LTE anbietet. Ganz anders sieht es in Spanien aus. Hier müssen Verbraucher und Firmenkunden in der Wirtschaftskrise sparen, wodurch die Umsätze der Telekommunikationsfirmen zurückgehen und die Investitionsmittel fehlen. Spanien gehört damit zu den Ländern in Europa, wo die Verbraucher noch lange auf LTE warten müssen.

Bundesnetzagentur setzte auf frühe LTE-Auktion

Die Gründe, weshalb Deutschland so gut im europäischen Vergleich dasteht, sind vor allem in der frühen LTE-Auktion zu suchen. Die Bundesnetzagentur hat sich entschieden, die LTE-Frequenzen früh zu versteigern. Dadurch konnten die deutschen Netzbetreiber schon bald mit den LTE-Ausbau beginnen. Für andere Regulierungsbehörden in Europa hatten 4G-Auktionen häufig keine Eile. Oft ging man dort davon aus, dass es lange keine LTE-Hardware für den Massenmarkt geben würde und frühe LTE-Auktionen keine Priorität hätten.

Die Bundesnetzagentur entschied sich für einen anderen Weg. Auch dort hatte man Bedenken wegen fehlender 4G-Hardware in der Anfangszeit. Dazu hatte man den langandauernden Ausbau mit UMTS im Hinterkopf. Um die Netzbetreiber mit den gesetzlichen Vorgaben zum LTE-Ausbau auf dem Land nicht unter Druck zu setzen, entschied man sich für einen späten Termin zur Erfüllung der Versorgungsauflagen. Am Ende konnten die deutschen Anbieter die Auflagen der Bundesnetzagentur weit vor dem Stichtermin (01.01.2016) erfüllen. Aktuell verfügt Deutschland über eines der besten LTE-Netze in Europa. Mit zunehmenden 4G-Ausbau könnte man mit LTE auch weltweit gut dastehen.

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